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Die Heilpflanze Aronia

Was bewirkt die Aroniabeere?

Seit langem wird die Aroniabeere in Osteuropa als Volksheilmittel gegen allerlei Gebrechen angewendet. Seit dem 4. April 1959 ist mit dem Beschluss des Gesundheitsministeriums der ehemaligen UdSSR die Aronia für die Erprobungen bei der Heilung von Bluthochdruck, der Arteriosklerose und der anaziden Gastritis zugelassen worden (Albrecht 1993).

Viele Krankheiten in den westlichen Industrienationen sind auf freie Radikale zurückzuführen. Diese instabilen Sauerstoffmoleküle greifen aggressiv in den Zellstoffwechsel ein und schädigen Organe und Gelenke. Die Wissenschaft spricht dann von oxidativem Stress. Oft sind die Folgen davon schwere Krankheiten wie Krebs, Arteriosklerose und Herzkreislauferkrankungen. Die Aroniabeere gilt als eine der besten Radikalfänger-Quellen.

Ihr besonders hoher Anteil an sekundären Pflanzenstoffen kann oxidativen Stress nachhaltig mildern. Die Kraft der Aroniabeere ist als Nektar auch ein Genuss für den Gaumen. Enthält essentielle Wirkund Inhaltsstoffe in ihrer natürlichen Form, vor allem Polyphenole und die Vitamine Niacin, Riboflavin (B2), Folsäure, E, A, K, sowie die Mineralstoffe Kalium, Jod und Phosphor. Wegen ihres sehr hohen Gehaltes an Flavonoiden (Polyphenole) kann die Aroniabeere für eine gesunde Ernährung des Menschen eine exzellente Ergänzung sein. Diese biologisch aktiven Verbindungen wirken als "Radikalfänger" dem oxidativen Stress entgegen.

„Freie oder auch ungebundene Radikale versetzen menschliches Gewebe in oxidativen Stress und können es zerstören, indem sie eine Kettenreaktion verursachen. Oxidativer Stress ist für das Altern von Menschen wie auch Tieren verantwortlich. Der Körper wirkt durch Antioxidantien gegen diesen Alterungsprozess, da diese freie Radikale dauerhaft binden. Die Aroniabeere hat einen hohen Gehalt an wertvollen Antioxidantien und pflanzlichen Vitalstoffen. Ärzte und Ernährungswissenschaftler empfehlen daher eine sehr obst- und damit antioxidantienreiche Ernährung. Aroniabeeren sind eine der reichhaltigsten Quellen für Anthocyane.

Anthocyane sind wasserlösliche Substanzen, die in vielen Beeren und Früchten vorkommen. Der Pflanze dienen sie als Schutz vor Erkrankungen und oxidativer Schädigung wie zum Beispiel aufgrund von übermäßigen Sonnenlicht. Kein anderes Lebensmittel verfügt über einen so hohen Anteil an antioxidativen Anthocyanen wie die Aroniabeere. Die Anthocyane helfen, das Verhältnis von Antioxidantien und freien Radikalen im Gleichgewicht zu halten. So wird verhindert, dass freie Radikale Überhand nehmen und es zu zellschädigendem oxidativen Stress kommt. Freie Radikale entstehen im Körper oder durch extreme äußere Einflüsse wie z.B. UV-Strahlung, Röntgen-Strahlung und andere ionisierende Strahlung. Sie können in den Körper gelangen, indem einer dieser Einflüsse von außen Moleküle des Körpers in freie Seite 6 Radikale zerteilt. Freie Radikale können auch durch Essen, Trinken oder Einatmen von irgend etwas, das freie Radikale enthält, in den Körper gelangen, wie z.B. Zigarettenrauch oder auch Nahrung, die Strahlung ausgesetzt war.“

Dr. Wesselin Denkow und Doz. Dr. Rumjana Denkowa beschreiben in ihrem Buch „Obst als Heilmittel und Kosmetikum“ wie folgt: „Die Aroniabeeren besitzen vielseitige Heileigenschaften. Diese verdanken sie vor allem ihrem reichen Inhalt an verschiedenen Bioflavonoiden mit Vitamin-P-Aktivität, die die normale Duchlassfähigkeit und Geschmeidigkeit der Blutgefäßwände gewährleisten, in Zusammenwirkung mit anderen mineralischen Bestandteilen und Vitaminen die Cholesterolablagerung verhindern und deshalb bei Arterienverkalkung und Hypertonie aber auch Störungen des Nervensystems angewendet werden. Frischer Aroniasaft, 2mal täglich im Laufe von 2-3 Wochen eingenommen oder auch im Winter Tee oder Absud aus den Früchten, sind ein hervorragendes Heilmittel bei hohem Blutdruck. Die Früchte und der Saft wirken günstig auf den gesamten Stoffwechsel, die Blutbildung, regen die Regenerierungsprozesse des Muskel- und Knochengewebes an und erhöhen die Abwehrkräfte des Organismus gegen Krankheitserreger (Bakterien und Viren).  Die Früchte und der Saft sind auf Grund ihrer schleimlösenden Wirkung ein gutes Heilmittel bei Bronchitis. Sie üben einen positiven Einfluss auf das Wachstum der Kinder und die Entwicklung des Fötus schwangerer Frauen aus.“