Alle reden vom Wetter, wir auch! Wer am Ostermontag vom Elberadweg bei Coswig auf die größte deutsche Aroniaplantage schaute, konnte denken, die Blüte sei schon da: ein Feld in weiß! Doch was auf den ersten Blick nach der wunderschönen Aroniablüte aussah, waren Schneehäubchen (siehe Foto unten). Selbst im stets warmen Elbtal mit gerade mal rund 100 Metern über Meeresgrund lies der Frühjahrswinter 2008 Schnee fallen. Schön zu sehen auf dem Foto ganz unten, daß die weiße Pracht an den nur wenige Meter höher Gelegenen Elbhängen sogar liegen blieb.
Der Wintereinbruch kommt für das Wachstum der Aroniabeeren nicht ganz ungelegen. Wie wir hier schon erwähnt hatten, war das milde Wetter der vergangenen Wochen wie eine Art Turbo für die Aroniapflanzen: der Austrieb ist schon weit vorangeschritten, und Aronia-Anbauer rechnen mit einer deutlich früheren Blüte. Die winterlichen Temperaturen haben jetzt das Wachstum ein wenig verlangsamt, und das ist gut so für die Entwicklung der Beere: je später sie ausblüht, desto geringer die Gefahren von Frostschäden. Früher blühende Obstsorten wie Kirsche und Aprikosen hingegen können schon Frostschäden erlitten haben.
Ab Donnerstag sollen die Temperaturen laut Wetterbericht ansteigen, und die Frostgefahr gebannt sein. Wäre gut, wenn es das dann mit dem Winter bzw. Frost 2008 gewesen sein sollte, um nicht nicht doch noch Frostschäden zu erleiden. Ich befürchte jedoch, daß der Übergang vom Schnee zu frühlingshaften Temperaturen binnen 14 Tagen passieren wird und Mitte April schon das Thermometer auf 20° Celsius steigen könnte. Dann würde die Aroniabeere in Sachen Blütenwachstum wieder den Turbo einschalten.
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