
Alle Jahre wieder kann man das gleiche Phänomen beobachten: sobald die Aroniabeere langsam zur Reife gelangt, sind die Vögel, besonders Amseln, an ihr mächtig interessiert. Daher vermutlich auch ihr zweiter Name, schwarze Vogelbeere. Und alle Jahre wieder wollen Gärtner und andere Aroniapflanzenbesitzer die wertvolle Frucht vor dem diebischen Vogelvieh retten, indem sie sie möglichst früh pflücken.

Doch das ist grundsätzlich verkehrt: die Aronia melanocarpa ist Anfang August für Saftverarbeitung noch viel zu säuerlich und nicht zu verwerten. Sie braucht – wie alles reife Obst – unbedingt die warmen Sonnenstrahlen des Altweibersommers, um schmackhaft zu werden. Grundsätzlich gilt: wie das Obst, so der Saft. Probieren Sie einfach eine Beere, und wenn sich ihr Gesicht verzieht, dann war sie einfach noch nicht reif. Außerdem lassen sich ausgereifte Früchte auch recht einfach pflücken; ist die Beere noch nicht soweit, muß man schon kräftig reißen, um sie abzubekommen.
Damit die Beeren mit den megagesunden Inhaltstoffen nicht von den Vögeln vernascht werden, lohnt sich der Kauf von Vogelschutznetzen. Diese leichten Kunstoffbahnen gibt es im Baumarkt. 5 mal 2 Meter reichen für etwa 2 Pflanzen. Wer sie sorgfältig wieder abnimmt, kann sie natürlich auch im nächsten Jahr wiederverwenden.
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