Der am häufigsten gemachte Fehler beim Ernten von Aroniabeeren ist die zu frühe Ernte. Selbst wenn die Beeren jetzt schon reif aussehen und eventuell auch schon genießbar sind, reif sind sie noch lange nicht. Der ideale Erntezeitpunkt bei Aronien liegt von cirka Mitte August bis Mitte September. Selbst wenn Ihr die Ernte einmal verpassen solltet, Aroniabeeren bleiben bis zum ersten Frost im Dezember hängen, wenn nicht die Vögel schneller sind. Da sind wir auch schon beim zweithäufigst gemachten Fehler. Vögel wissen was gut für sie ist und schwups sind die Beeren alle weg. Also, wenn Ihr die Aroniabeeren essen wollt und nur 1-2 Sträucher davon im Garten habt, dann legt unbedingt ein Netz (ne Gardine tut es auch) drüber.
Für alle Aroniafreunde ein paar Bilder, welche mir heute gelungen sind bei einer kurzen Regenpause. Die Färbung der Beeren hat deutlich sehbar begonnen. Je nach Standort sind die Beeren schon röter oder fangen eben gerade erst an sich zu färben. (weiterlesen…)
Erst hörte man nur das tiefe Blubbern eines hubraumstarken Motors, dann tauchte hinter der Aroniaplantage die wunderschöne Schnauze eines Mercedes-Benz Cabriolets SL 500 auf. In dem Oldtimer saß ein freundliches Paar in den besten Jahren. Aus der Zeitung hätten sie erfahren, daß es heute hier die Aronia-Selbstpflücke gäbe, und da wollte man sich über die diese unbekannte Beere einmal informieren.
Es war 20 Uhr, und eigentlich wollten wir nach diesem anstregenden letzten Augusttag nur noch weg von den Aroniabeeren am Elberadweg und nach Hause. Das Gespräch mit den Herrschaften war dann aber so erquickend, daß man schnell die Zeit vergaß und so so nebenbei erfuhr, daß der Besitzer des SL 500 ein Autonarr ist, und am kommenden Wochenende ein Tourenwagenrennen auf dem Lausitzring bestreiten wird. Wir empfahlen ihm, halbscherzend, halb davon überzeugt, zur Vorbereitung des Rennens eine Flasche Aroniasaft, die der Herr auch gerne nahm. Jetzt sind wir natürlich sehr an seiner Platzierung am kommenden Wochenende interessiert.
Der Anruf kam um 7.36 Uhr heute früh. Am Telefon war ein freundlicher Herr aus Zwickau, der in der “Freien Presse” aus Chemnitz von der Beeren-Selbstpflücke gelesen habe. Er sei gerade auf der Aronia-Plantage in Coswig-Brockwitz und habe rund zehn Kilo Beeren gepflückt. Er könne leider nicht warten, bis wir um 10 Uhr die Selbstpflücke eröffnen würden. Er habe das Geld, 20 Euro, unter die Plane am Aronia-Informationswagen gesteckt. Dann wünschte er uns noch eine schönen Tag und viel Erfolg für uns Aronia-Freunde und legte auf.
Als ich gegen neun Uhr in Brockwitz am Aronia-Informationswagen eintraf, schaute ich natürlich sofort unter den Planen nach den 20 Euro. Und siehe da, wie versprochen waren sie dort….
Unvorstellbar, wie gierig die Gemeine Wespe sich auf die Aroniabeere stürzt. Hielten sich vor Tagen bei Oechle-Werten von 90° bis 100° die Wespen noch von der Aronia fern, so sind sie heute regelrecht verrückt darauf. Jetzt scheint die Süße der Aroniabeere (aktueller Oechslewert 115°) den Geruch der intensiven Gerbstoffe zu übertreffen. Die Gerbstoffe halten bei weniger Süße die Wespen normalerweise vom Verzehr der Aroniabeeren ab. (weiterlesen…)
In diesen letzten Augusttagen geht alles sehr schnell. Noch ist die Beerenernte 2008 nicht vollständig abgeschlossen, da fängt schon die Blätter der Aroniasträucher an, eine leichte Herbstfärbung anzunehmen. Noch vor zwei, drei Tagen, war das gesamte Blattwerk der “Sächsischen Gesundheitsbeere” im Elbtal satt grün. Seit heute färben sich die ersten Blätter. Das ist recht früh – etwa 10 bis 15 Tage eher (weiterlesen…)
Eigentlich sind Aroniabeeren für Wespen ein Tabu: die Bitterstoffe der Beeren sind so dominant, daß die Wespe kein Interesse zum Verweilen hat. Es sei denn, die Beere hat so viel Fruchtzucker bzw. Süße aufgebaut, daß die Gier des Insekts überwiegt. Und das ist seit heute bei einem Mostgewicht von rund 125° Oechsle der Fall: die Beeren sind so wunderbar süß, daß die Wespen die Aronia entdecken.
Apropos Wespen und Aronia: (weiterlesen…)