Bei sonnigem Wetter hat in diesen Tagen die Ernte der sächsischen Aroniabeeren 2008 begonnnen. Mit Hilfe von zwei riesigen Ernterüttelmaschinen vom Typ KPS 3 der polnischen Firma Ursus sind seit Mitte der vergangenen Woche die Mitarbeiter der Obstbau GbR Görnitz & Sohn aus Coswig mit dem Einbringen der Ernte beschäftigt. Inmitten des idyllischen Elbetals liegen hier zwischen Radebeul und Meißen direkt am Elberadweg drei Aroniaanpflanzungen mit insgesamt 33 Hektar Fläche. Die Anfang der 90er Jahre angebaute Plantage ist die größte in Westeuropa.
Anders als im Vorjahr haben die Wetterbedingungen in diesem Jahr für eine durchschnittliche bis gute Ernte im Elbtal gesorgt: keine Nachtfröste im Mai, viel Feuchtigkeit, aber auch Sonne im Frühjahr und den Sommermonaten. Waren es nur rund 1,5 bis 2 Tonnen Ertrag in 2007, so werden wahrscheinlich dieses Jahr etwa 5 bis 6 Tonnen Ernteertrag erreicht werden. Bei Messungen der Qualitäten der Aroniabeere wurde am Sonntag, 24. August, auch ein hohes Mostgewicht von durchschnittlich 90° Oechsle von uns registriert. Mehr dazu in dem Beitrag “Besonders süße Aroniabeeren in diesem Jahr”.
Die Aroniabeeren aus Coswig werden überwiegend zu Konzentrat für die Verwendung als Lebensmittelfarbe verarbeitet.
Unser Bild oben zeigt die gewaltige KPS 3 im Einsatz auf der Coswiger Aroniaplantage. Im Hintergrund ist die Brockwitzer Barockkirche zu sehen, die zahlreiche Radwanderer des Elberadweges auf einen kurzen Abstecher aufsuchen. Das Bild unten zeigt eine gefüllte Obstkiste voller Aroniabeeren. Trotz Pflückmaschine und Begleitfahrzeug müssen viele Arbeiten bei der Ernte der Aroniabeere manuell von Hand vorgenommen werden.
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Hallo,liebe Aroniabeerenfreunde eine Frage, wann findet in diesem Jahr
das Saisonabschlußfest auf der Plantage am Elberadweg in Kötitz statt?
Im Voraus schon ein herzliches Dankeschön!
Kommentar: Christian Kießling – 30. September 2008 @ 14:38
Hallo Kristian Kießling,
voraussichtlich findet das Herbstfest am 19. oder 26. Oktober statt. Ich werde Sie per Mail rechtzeitig benachrichtigen. Sie können mir auch Ihre komplette Adresse an info(at)aroniabeere.de schicken, dann bekommen Sie eine Einladung für das Fest.I
Kommentar: Jörg Holzmüller – 30. September 2008 @ 15:01
Ich habe 25Juli die Aronia geerntet , sind die giftig,oder kann ich die
benuzen.
Ich bitte um Antwort.
Mit frondlichen Grüßen
Benno Roskwitalski
Kommentar: Roskwitalski – 26. Juli 2009 @ 11:20
@Roskwitalski: Die Aroniabeere sollten nur in kleinen Mengen direkt vom Strauch oder roh gegessen werden. Der kleine Kern enthält – ähnlich bitteren Mandeln – in sehr geringen Mengen Amygdalin. Das ist gebundene Blausäure, die immer dann wirksam wird, wenn man den Kern von frischen Beeren zerbeißt. Das ist bei einer Handvoll Früchten – und mehr wird man wohl schon aus geschmacklichen Gründen kaum direkt vom Strauch essen – bei dem geringen Anteil der gebundenen Blausäure eher unproblematisch. Und wie gesagt, der Kern muß zerbissen werden, um die Blausäure in den Organismus gelangen zu lassen.
Dennoch sollte man auf die Menge achten, und wohlgemerkt handelt es sich nur um Beeren direkt vom Strauch. Wird die Beere mit Hitze getrocknet, zu Marmelade, Saft oder anderem verarbeitet, wird das Amygdalin im Kern unschädlich.
Noch ein Wort zum richtigen Erntezeitpunkt. Meist wird die Aroniabeere zu früh von der Dolde genommen, und normalerweise ist Ende Juli zu früh für die Ernte. Die ist in unseren Breiten so ab Mitte August bis in den September hinein die langjährige Regel. Schneiden Sie mit einer Rasierklinge die Beere durch und schauen Sie, ob das Fruchtfleisch auch durchgehend die Farbe der Schale angenommen hat. Wenn das so ist, könnte die Beeren in Ihrem Garten frühreif sein. Außerdem können sie das Fruchtfleisch ausrücken und daran schmecken. Wenn es schon süß schmeckt, ist das ebenfalls ein Indiz für Erntereife.
Ich habe in diesem Jahr schon mehrfach gehört, daß die Beeren früher reif sein sollen. In meinem Garten sind die Aronien allerdings so weit wir in den Vorjahren und nicht vor Mitte/Ende August erntereif.
Kommentar: Pflanzenkundige – 28. Juli 2009 @ 08:26