Dieses Jahr ist der April ein April wie er im Buche steht. Naßkalt, windig und ab und an mal ein Sonnenstrahl. Voller Euphorie und in Erwartung eines ähnlich hochsommerlich warmen April wie 2007 hatten wir ja den Aroniawagen vor einigen Tagen wieder klar gemacht und an die obere Plantage am Elberadweg bei Coswig verbracht. Zu früh, wie wir heute wissen, der kühle und mit Regenschauern versehene Nordostwind treibt die Menschen noch nicht in Freie bzw. auf die Fahrräder auf den Elberadweg. Und so macht Tobias einen einsamen Job am Aroniawagen.
Quelle Blamage! Die Aroniablüte des Jahres 2008 macht es wirklich spannend und führt alle echten und vermeintlichen Aroniaexperten (ich
) an der Nase herum. Waren wir uns noch vor wenigen Tagen einig, daß es nur noch zwei, drei warme Tage bräuchte, um die wunderbar weiße Blüte der Aroniabeere zum Blühen zu bringen, sind diese Annahmen nur noch Makulatur. Es gab in den vergangenen fünf Tagen keine milden Temperaturen und somit auch noch keinerlei Ansätze für das Aufblühen der “sächsischen Gesundheitsbeere”.
Eigentlich ist es ja egal, ob die Blüte ein paar Tage früher oder später kommt. In unserem Falle aber nicht: wir planen ja ein Blütenfest an Deutschlands größter Plantage am Elberadweg bei Coswig mit jeder Menge Programm und schriftlichen Einladungen und so. Und da ist es schon nicht unerheblich, wann wir zum Aronia-Blütenfest einladen. Vor wenigen Tagen hatten wir uns final auf Sonntag, den 27. April festgelegt. Gut, daß wir die Einladungen und Pressemitteilungen noch nicht verschickt haben, denn die Aronia am Elberadweg wird an diesem Sonntag noch nicht schön blühen. Und so hoffen wir nun, daß die Blütenblätter eine Woche später, Sonntag, den 4. Mai, immer noch schön anzuschauen sind. Es muß ja für das Blütenfest ein Sonntag sein, weil sonst ja kaum jemand während der Woche kommen kann. Also bitte jetzt endgültig den 4. Mai für das Aroniablütenfest vormerken. Details zum Programm am Elberadweg werde ich in den nächsten Tagen hier bekanntgeben.

… und die Blüte ist da! Trotz der noch immer kühlen Temperaturen mit bis zu +1° Celsius in der Nacht, kann man jetzt beim Blick auf die Aroniabeere täglich deutliche Veränderungen erkennen. Die Dolde ist deutlich gewachsen. Jetzt braucht es noch ein paar warme Tage, und die Blüte ist voll da.

Es schüttet wie aus Kübeln bei Temperaturen um 7° Celsius. Die Bienen haben sich bei dem Sauwetter auch wieder verzogen. Nur die Aroniabeere bereitet sich auf ihre Blüte vor. Die wird wohl in den nächsten zehn Tagen ihre volle weiße Pracht entfachen (Bild unten), und so ist auch der Termin für das große Blütenfest direkt an der Aroniaplantage in Coswig vorgegeben. Es wird Sonntag, der 27. April werden. Alle Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Jetzt muß nur noch das Wetter mitspielen, damit rund um die Aroniablüte ein kurzweiliges Rahmenprogramm für jung und alt gelingen kann. (weiterlesen…)

Seit zwei Wochen tut sich so gut wie nichts bei den Aroniapflanzen auf Deutschlands größter Plantage an der Elbe bei Coswig. Man könnte denken, die Aroniabeeren seien in eine Art Frühjahrsschlaf gefallen: Was die Pflanzen noch bis Mitte März aufgrund des fehlenden Winters noch zu schnell in ihrer Entwicklung waren, das sind sie nun zu langsam. Mit der Blüte rechnen wir nun in der Zeit von Ende April bis Anfang Mai. Auf alle Fälle richten wir uns für diese Zeit auf ein rauschendes Aronia-Blütenfest ein.
Alle reden vom Wetter, wir auch! Wer am Ostermontag vom Elberadweg bei Coswig auf die größte deutsche Aroniaplantage schaute, konnte denken, die Blüte sei schon da: ein Feld in weiß! Doch was auf den ersten Blick nach der wunderschönen Aroniablüte aussah, waren Schneehäubchen (siehe Foto unten). Selbst im stets warmen Elbtal mit gerade mal rund 100 Metern über Meeresgrund lies der Frühjahrswinter 2008 Schnee fallen. Schön zu sehen auf dem Foto ganz unten, daß die weiße Pracht an den nur wenige Meter höher Gelegenen Elbhängen sogar liegen blieb.

Am Samstag waren es noch frühlingshafte 18° Celsius und heute, am Dienstag, schneit es heftig bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Wetter schlägt Kapriolen und sorgt für seltene Bilder in der Natur. Aufgrund des milden Wetters in den vergangenen Wochenhat die Aroniabeere schon junge Blätter entwickelt, die jetzt vom Schnee bedeckt werden. Ein eher seltenes Bild. Aronia-Experten erwarten ein äußerst frühzeitige Blüte der schwarzen Apfelbeere, wie die Aronia auch mancherorts genannt wird. Sollte es dann noch zu Nachtfrösten kommen, kann diese, wie schon im Vorjahr, die Blüte erfrieren lassen und zu erheblichen Ernteeinbrüchen führen.
Heute morgen erhielt ich von einer jungen Frau dieses Foto. Es zeigt eine Aronia melanocarpa der Sorte Nero, die ungewöhnlich weit in ihrem Wachstum ist. Deutlich kann man schon die Entwicklung des Blattes erkennen. Das Foto wurde in ihrem Garten in Dresden aufgenommen. Neben der Aroniabeere der Sorte Nero wächst bei der jungen Frau auch eine Aronia Wiking, die noch weiter entwickelt ist. Auch die Aroniabeeren-Pflanzen im Garten meiner Mutter in Kassel, rund 350 Kilometer westlicher, sind außergewöhnlich weit in ihrem Wachstum (siehe Bild unten).
Nach Meinung von Aronia-Anbauern kann es zu einer sehr frühen Blüte der Aroniabeere in diesem Frühjahr kommen. Bleibt das Wetter weiterhin so mild, könnte schon Mitte April die Aronia wird in voller Blüte stehen. Das wäre dann gut drei bis vier Wochen früher als sonst üblich. Bereits im vergangenen Jahr war die Blüte der sächsischen Gesundheitsbeere, wie die Aronia aufgrund ihrer außergewöhnlichen Heil- und Schutzwirkungen für den Menschen (antioxidativer Zellschutz, freier Radikalenfänger, reduziert Blutfettwerte, antibakteriell, entzündungshemmend und vieles mehr) auch genannt wird, gut zwei Wochen früher im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt. Auch die Ernte wurde entsprechend 14 Tage eher begonnen.
Im vergangenen Jahr führte die frühe Blüte zu erheblichen Frostschäden an den schwarzen Apfelbeeren, wie die Aronia mancherorts auch genannt wird. Im Elbetal bei Coswig z. B. kam es noch Mitte Mai zu Nachtfrösten bis -5 Grad, so daß viele der jungen Beeren erfroren. Diese Gefahr vergrößert sich nochmals, wenn der Blütezeitpunkt erneut um rund zwei Wochen früher liegen sollte. Bereits im vergangenen Jahr führten die Frostschäden zu einer erheblich reduzierten Ernte mit entsprechend kräftig gestiegenen Preisen für die Aroniabeere.