Aronia-Tagebuch

“Bunte Schutztruppe” Aronia in der Apotheken-Umschau

apotheken-umschau

Auf den Seiten 52 und 53 der aktuellen Ausgabe der Apotheken-Umschau wird ausführlich die Aroniabeere und deren antioxidatives Potential beschrieben.

Die zahlreichen eMails und Telefongespräche in diesen Tagen beginnen immer mit diesem Satz: “In der Apotheken-Umschau habe ich erstmals von der Aroniabeere gelesen…”  Auf zwei halben Seiten (52 und 53) hat die Autorin Barbara Kandler-Schmitt  in der Februarausgabe sehr ausführlich und kompetent über die Wirkungen von Antioxidanzien in Beerenfrüchten geschrieben. Kein Wunder, daß dabei die Aroniabeere im Vordergrund steht.

Ausführlich wird auf die schädliche Wirkung von freien Radikalen eingegangen und wie besonders die in der Aroniabeere stark vorhandenen Anthocyane vor den Zellzerstörern wirkungsvoll schützen können. Zitat aus der Apotheken-Umschau:

“Diese Pflanzenstoffe wirken offenbar noch stärker antioxidativ als die Zellschutz-Vitamine C und E. Besonder effektiv sind die zu den Flavonoiden zählenden Anthocyane.”

Folgerichtig hat die Autorin den Artikel mit der Überschrift “Bunte Schutztruppe” versehen. Den gesamten Bericht aus der Ausgabe vom 1. Februar 2009 der Apotheken-Umschau können Sie auf der Folgeseite lesen.

Antioxidanzien – Bunte Schutztruppe

Antioxidanzien. Die Farbstoffe in roten, blauen und violetten Beeren schützen
uns vor schädlichen Sauerstoffverbindungen

Sie sind klein, gemein und allgegenwärtig: die freien Radikale. Was nach einer revolutionären Vereinigung klingt, sind in Wirklichkeit aggressive, reaktionsfreudige Sauerstoffverbindungen, die durch Schadstoffe und UV-Strahlung, aber auch Stoffwechselvorgänge im Körper entstehen. In den Körperzellen greifen sie Eiweiße, Fette und die Erbsubstanz DNS an. Zwar besitzt der Mensch Schutzmechanismen, um sich gegen die Angriffe zu wehren, dennoch treten im Lauf des Lebens Schäden auf, summieren sich und sind mitverantwortlich für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Alzheimer und altersbedingten Augenkrankheiten wie grauem Star und Makuladegeneration.

Wirkungsvolle Radikalfänger

Die freien Radikale machen auch vor pflanzlichen Zellen nicht halt. Die Natur hat aber im Lauf der Evolution Gegenstrategien gefunden, wenn auch andere als beim Menschen: In Blättern, Blüten und Wurzeln entwickelten die Pflanzen Schutzstoffe, die als Radikalfänger arbeiten und die aggressiven Sauerstoffteilchen unschädlich machen. Diese Schutzstoffe nennen Fachleute „Antioxidanzien“. Carotinoide und Flavonoide sind zwei Beispiele. Diese Pflanzenstoffe wirken offenbar noch stärker antioxidativ als die Zellschutz-Vitamine C und E. Besonders effektiv sind die zu den Flavonoiden zählenden Anthocyane. „Sie sind leicht an ihrer blauroten Farbe zu erkennen“, erklärt Privatdozent Dr. Achim Bub vom Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe, „und zum Beispiel in Beerenfrüchten, Rotkohl und rotem Rettich enthalten.“

Aroniabeere stellt alle anderen Früchte in den Schatten

Die hierzulande noch weitgehend unbekannte Aroniabeere stellt mit ihrem Farbstoffgehalt alle anderen Früchte weit in den Schatten: Sie enthält bis zu fünfmal so viele Anthocyane wie Heidelbeeren oder Brombeeren. Weil die attraktiven Aronia-Sträucher wegen ihres hohen Gehalts an pflanzlichen Abwehrstoffen sehr widerstandsfähig gegen Ungeziefer und Krankheitserreger sind und nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden müssen, schätzen auch Gärtner sie. Die ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika stammende Pflanze wurde früher vor allem in Osteuropa kultiviert. In der ehemaligen Sowjetunion beispielsweise kam Aronia als Heilmittel gegen viele Beschwerden zum Einsatz, unter anderem gegen hohen Blutdruck. Heute interessieren sich zunehmend auch Wissenschaftler für die Heilwirkung der dunklen Beeren. In dem Fachblatt Atherosclerosis zum Beispiel berichten Forscher der Medizinischen Universität Warschau, dass Aronia-Extrakt bei Herzinfarkt-Patienten, die mit cholesterinsenkenden Statinen behandelt werden, das Fortschreiten der Arterienverkalkung bremst und zudem Entzündungen hemmt. Die Autoren führen diese Wirkungen auf die antioxidativen Eigenschaften der Aroniabeeren zurück. Da wir Menschen selbst keine antioxidativen Stoffe bilden, müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen. Konkrete Zufuhrempfehlungen gibt es nicht, zumal sich die antioxidative Wirkung der Anthocyane bisher nur im Reagenzglas, aber nicht im menschlichen Körper nachweisen lässt. „Anthocyane werden im Stoffwechsel schnell zu Phenolsäuren abgebaut“, erklärt Bub. „Diese wirken jedoch auch antioxidativ.“

Viel Obst und Gemüse essen

Der Ernährungsmediziner empfiehlt daher: „Wer regelmäßig und abwechslungsreich Obst und Gemüse verzehrt, ist in der Regel ausreichend mit Antioxidanzien versorgt. Im Sommer lässt sich der Bedarf an Anthocyanen am besten mit Beerenfrüchten decken, im Winter mit Rotkohl.“

Barbara Kandler-Schmitt

Quelle: Apotheken-Umschau, 1. Februar 2009, Seiten 52,53

NACHTRAG 9. Februar 2009: In den vergangenen Tagen hat es viele Anfragen geben, was man denn mit Aroniabeeren anfangen kann bzw. welche Produkte zu empfehlen sind. Der Klassiker ist sicher original 100% Aroniasaft. Den gibt es schon so ab ca. 14 Euro für 3 Liter im Internet. Aber auch andere Produkte sind inzwischen zu bekommen. Aronia-Gelee z. B. oder auch schokolierte Aroniabeeren, die nicht nur gesund sind, sondern auch lecker schmecken.

Zum Online-Portal der Apotheken-Umschau gelangen Sie hier.

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 06. Februar 2009 um 14:34 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Gesundheit abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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