Hochsommerliche Temperaturen um 27° Celsius und über 10 Stunden Sonnenschein am Elberadweg in Coswig OT Brockwitz. Da geht die Post in Sachen Süße bei der Aroniabeere so richtig ab. Die Skala auf unserem Refraktometer, mit der man das Mostgewicht in Oechsle und Brix berechnen kann, ist schon fast am Anschlag: 29° Brix oder 125° Oechsle um 18 Uhr des 27. August. Vor drei Tagen hatten wir diese Werte nur an sehr exponierten Stellen an den ersten Sträuchern in Südlage. In welchem Jahr gab’s das schonmal so süße und wohlschmeckende Aroniabeeren! Für die Selbstpflücker der Aroniabeeren am Wochenende sind das richtig gute Nachrichten.
An exponierten Stellen mit besonders viel Sonnenstunden haben die Aroniabeeren auf Westeuropas größter Aroniaplantage im sächsischen Coswig an der Elbe viel Süße in Form von Fruchtzucker aufgebaut. Das schmeckt man nicht nur, sondern kann das auch mit Hilfe eines Refraktometers herleiten. Mit diesem optischen Gerät kann man unter anderem das Mostgewicht von Obst bestimmen. Das Mostgewicht wird in Grad Oechsle oder in Grad Brix gemessen. Oechsle und Brix sind Begriffe, die vor allem vom Weinanbau her bekannt sind und Aussagen über die Qualität des Weines herleiten lassen.
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Bei sonnigem Wetter hat in diesen Tagen die Ernte der sächsischen Aroniabeeren 2008 begonnnen. Mit Hilfe von zwei riesigen Ernterüttelmaschinen vom Typ KPS 3 der polnischen Firma Ursus sind seit Mitte der vergangenen Woche die Mitarbeiter der Obstbau GbR Görnitz & Sohn aus Coswig mit dem Einbringen der Ernte beschäftigt. Inmitten des idyllischen Elbetals liegen hier zwischen Radebeul und Meißen direkt am Elberadweg drei Aroniaanpflanzungen mit insgesamt 33 Hektar Fläche. Die Anfang der 90er Jahre angebaute Plantage ist die größte in Westeuropa.
Die Vögel zwitschern, ein laues Lüftchen weht, und vergessen ist das kühle Schmuddelwetter von vor zwei Tagen: In der Reihenfolge der Blüte 2008 ist jetzt die Sauerkirsche dran. Eine kleinere Anbaufläche der Obstbaugemeinschaft Coswig befindet sich direkt neben der Aroniaplantage bei Coswig OT Brockwitz in unmittelbarer zum Elberadweg. Die Bilder wurden alle heute aufgenommen.
Natur pur: Auf der Wiese zeigt der Löwenzahn sein schönstes gelb, dahinter die in voller Blüte stehenden Sauerkirschbäume am Elberadweg bei Coswig-Brockwitz.

Seit Jahren wird wird über das Aussterben der Bienen spekuliert und geschrieben. Einstein, dem Nobelpreisträger, wird sogar nachgesagt, daß es ein Zusammenhang zwischen dem Verschwinden der Bienenvölker und der Apokalypse geben soll. Und auch ich habe mich im Saftblog schon zum vermeintlichen Bienensterben geäußert. Die frohe Kunde heute: Die Bienen sind da! Massenweise flogen sie bei milden Temperaturen um 12° Celsius die blühenden Pflaumenbäume entlang der sächsischen Elbe bei Coswig an. Ein gutes Zeichen, würde Einstein sagen!
Bienen, so meine persönliche Erfahrung, meiden das Herumfliegen bei Temperaturen unter 8° Celsius und mögen auch keine Windstärken von mehr als vier Beaufort. Da sind sie ganz wie wir. Vielleicht ist das das ganze Geheimnis des Bienensterbens? In den vergangenen zwei Jahren war es um die Zeit der Apfelblüte hier recht windig und naßkalt.
PS: Hummeln wurden übrigens ebenfalls bei ihrer emsigen Arbeit gesichtet.

Unsere Coswiger Bauern von der Obstbaugemeinschaft sind ja über die Region hinaus für ihre Aroniaplantagen bekannt. Was man eher nicht weiß, ist: außer Aroniabeeren wird im schönen Elbtal zwischen Radebeul und Meißen auch jede Menge anderes Obst angebaut. Insgesamt auf rund 500 Hektar hat man sich auf eine Vielzahl von leckeren Obstsorten spezialisiert. Darunter neben dem Zellschützer und Freien-Radikalen-Fänger Aronia findet man entlang dem Elbeufer selten gewordene Köstlichkeiten, wie die Quitte eine ist.
Auf etwa 1,1 Hektar werden auch Pflaumen angebaut. Sie gehören zu den Frühblütlern und stehen jetzt in voller Blüte da. Das Bild wurde heute morgen bei milden 12° Celsius unweit der Elbe auf Höhe des Coswiger Ortsteils Brockwitz aufgenommen. Weitere Impressionen von der Pflaumenblüte sind auf der Folgeseite zu sehen. (weiterlesen…)
Ich erhielt gerade einen Anruf von der Baumschule Lux in Dresden. Auch diese spüren eine erhöhte Nachfrage nach Aronia.
Nicht nur, daß man mit den Beeren allerhand anfangen kann, nein, diese Bäumchen oder Hecken sehen auch noch besonders hübsch aus. Im Herbst, wenn die Beeren reif sind, leuchten die Blätter in allen erdenklichen Farben. Ein weiterer Vorteil ist, daß diese Pflanzen sehr robust sind, praktisch keiner Pflege bedürfen und aufgrund der besonderen Inhaltsstoffe resistent gegenüber Ungeziefer sind. Nicht weil sie giftig wären, sondern weil wegen der antioxidativ wirkenden Anthocyane die Pflanzen gar nicht bzw. sehr selten erkranken können. Genauso funktioniert das im übrigen auch im menschlichen Organismus.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Aroniabäumchen gibt es in der Baumschule Lux in Dresden. Weitere Informationen gibt es hier!