Aronia-Tagebuch

Verzehr von Aronia nicht bedenklich

Donnerstag, 19. August 2010 von Jörg Holzmüller

Nahaufnahme Aroniabeere im August

Nahaufnahme Aroniabeere im August

Aroniapflanzen-Fans wurden Mitte Juli aufgeschreckt: Hätten sie doch in Ihren Gärten wenn keine tickenden Zeitbomben, dann zumindest giftiges Obst zu stehen. Die Rede ist von der Aroniapflanze und deren Beeren. Eine Meldung des AID (Verbraucher Infodienst für Landwirtschaft und Ernährung) besagte, dass man frische Aroniabeeren nicht essen sollte. Denn der Anteil an gebundener Blausäure sei zu hoch um sie frisch zu verzehren.  Diese Meldung war falsch und wurde glücklicherweise am  11. August durch AID und eine Veröffentlichung des Bundesinstitutes Max Rubner in Karlsruhe widerrufen. Darin heißt es wie folgt “Der Verzehr kleinerer Mengen roher Beeren ist aber durchaus unbedenklich.

Gut, dass diese “Aronia-Ente” richtig gestellt wurde – denn die Verunsicherung bei Aronia-Fans war durchaus groß. Es hätte auch durchaus verwundert, wenn an der Meldung etwas dran gewesen wäre, denn seit Jahren wird an der Aroniabeere geforscht – und darauf wäre man sicher schon früher gekommen. Was war nun eigentlich passiert?

Richtig ist, dass in der Aroniabeere, genauer gesagt in den Kernen ein geringer Anteil an Blausäure enthalten ist. Das ist nicht ungewöhnlich, denn die Säure ist, gebundenen an Zuckermoleküle, in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Der AID scheint von den Kernen auf die ganze Frucht geschlossen zu haben und den Gehalt an Blausäure nicht in Relation gesetzt zu haben. Und so wurde – bourlevardesk verkürzt – die Aussage “Aronia ist giftig!” geboren. Das Max Rubner Institut schreibt zum Blausäuregehalt:

Nach Literaturangaben enthalten 100 g  frische, rohe Aroniabeeren 11-20 mg des cyanogenen Gycosides Amygdalin d.h. etwa 0,6-1,2 mg gebundene Blausäure [2,3]. Dabei ist zu vermuten, dass der größte Anteil in den kleinen Kernen vorliegt, die beim Kauen sicher nicht vollständig zerkleinert werden. Eine einzelne Literaturstelle gibt einen Gehalt an freier Blausäure von 1,57 mg pro 100 g Beeren an. [...] Zum Vergleich: Der Blausäuregehalt von süßen Aprikosenkernen, die als Snack angeboten werden, liegt im Mittel bei 2,4 mg pro 100 g.

Also – unsere Aufforderung an alle Aroniapflanzen-Besitzer: Geniesst Eure Aroniabeeren, nascht sie (in Maßen!) pur vom Strauch, kocht Marmelade daraus oder presst Saft, so wie die Jahre zuvor auch.  Aber bitte wartet noch mindestens 1 Woche bis zur Ernte (Achtung: Vogelnetze nicht vergessen, ansonsten keine Ernte!). Wie die Aroniabeere von innen aussehen muss, damit sie vollkommen durchgereift ist, kann in diesem Beitrag nachgelesen werden: Wann sind Aroniabeeren reif?

Querschnitt der Aroniabeere zeigt unterschiedlichen Reifegrad an

Sonntag, 12. Juli 2009 von Jörg Holzmüller
Unterschiedliche Reife der Aroniabeeren an einer Dolde. Das Foto zeigt die Sorte Nero fotografiert am 12 Juli 2009.

Unterschiedliche Reife der Aroniabeeren an einer Dolde. Das Foto zeigt die Sorte Nero fotografiert am 12 Juli 2009.

Interessant ist die Entwicklung der einzelnen Aroniabeeren bei mir zu Hause. Obwohl die Beeren an einer Dolde sind und somit auch praktisch den selben Umweltbedingungen ausgesetzt, gibt es erhebliche Unterschiede im Reifegrad der Beeren: manche haben äußerlich schon ein tiefes Rot angenommen, andere verfärben sich gerade mal hellrot und wiederum andere sind noch so grün, wie sie noch vor vier Wochen waren. (weiterlesen…)

Mit grüner Seife gegen die Läuse in den Aroniablättern

Dienstag, 12. Mai 2009 von Jörg Holzmüller
grueneseife

Grüne Seife ist ein gutes Hausmittel, um Läuse aus Pflanzen zu vertreiben.

Eine Dame aus Bayern hatte in diesem Frühjahr etliche Aroniaplanzen der Sorte Nero bestellt. Diese Sorte ist besonders ertragreich, frosthart bis etwa -35° Celsius und eigentlich kennt sie auch keine Schädlinge. Doch jetzt hat die Aronia-Freundin Läuse an den jungen Blättern entdeckt. Das kommt sehr selten vor und hat mit dem untypisch warmen April zu tun. Dieses Wetter läßt die Läuse-Population geradezu explodieren. Nach Rücksprache mit einigen Gartenexperten scheint sich diese Feststellung zu bewahrheiten: alle sprechen von ungewöhnlich vielen Läusen im Gartenbereich.

Für die Aroniabeere ist es, wie schon erwähnt, eher untypisch. Der herbe Geschmack des Aronia-Muttersaftes und auch der getrockneten Beeren geht auch vom Holz und den Blättern aus und ist zumindest für viele Schädlinge nicht zu ertragen. Die Läuse scheint das aber in diesem Frühjahr wenig zu interessieren. Was also tun?

Jörg Eggert, von der Baumschule Eggert, einer der erfahrensten Aronia-Experten überhaupt, empfiehlt schlichtweg handelsübliche flüssige grüne Seife mit Wasser verdünnt auf das Blattwerk zu spritzen. Dabei sollte ein Mischungsverhältnis von etwa 4 oder 5 Teile Wasser zu einem Teil Seife verwendet werden. Der Vorgang kann und sollte in den folgenden Tagen durchaus wiederholt werden, möglicherweise sogar mehrfach. Grundsätzlich sollte auch weiterhin beobachtet werden, ob sich erneut Läuse in den Blättern der Aronia angesiedelt haben. Dann denn Vorgang mit der grünen Seife wiederholen.

Die Aroniapflanze nimmt durch dieses bewährte Hausmittel keinerlei Schaden, und die Seife baut sich ökologisch beim nächsten Regenguß wieder ab.

Millionen Essigfliegen über der Aronia-Plantage

Donnerstag, 16. Oktober 2008 von Jörg Holzmüller

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Nach wenigen Minuten war alles vorbei: Millionen von Essigfliegen schwirrten über die Aronia-Plantage in Coswig-Brockwitz.

Ein Pänomen der besonderen Art hat am vergangenen Sonntag meine Freundin Ulrike auf der Aronia-Plantage in Coswig-Brockwitz fotografiert: Plötzlich und unerwartet schwirrten über dem Feld Millionen von kleinen Frucht- bzw. Essigfliegen herum. Aus der Ferne sah es wie plötzlich einsetzender heftiger Schneefall aus. In der Nähe der Plantage konnte man fast nicht atmen ohne die kleinen Insekten in den Mund bzw. die Nase zu bekommen. Wo die Essigfliegen herkamen und wohin sie wieder verschwanden, bleibt ein Geheimnis. Vielleicht kann ein Blogleser das ja entlüften. Interessant war auch, das das ganze Spektakel nach wenigen Minuten wieder vorbei war. Fotografiert hat das Ulrike so gegen 18 Uhr.

Sonderaktion zur Aronia-Pflanzzeit

Montag, 29. September 2008 von Aroniafreund
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Woran erkennt man eigentlich, dass die Pflanzzeit für Aronia begonnen hat? Das haben wir uns auch gefragt, bis unsere Partner-Baumschule anrief und meinte sie hätten jetzt auch wurzelnackte Aronia-Pflanzen im Angebot, welche Sie für Aronia-Interessierte zum Sonderpreis anbieten können. Da hat es Klick bei uns gemacht, denn wir wußten nun, dass man Aronia ab Ende September, ohne Sorge zu haben, wurzelnackt versenden kann. Wurzelnackt bedeutet ohne Erdballen und Topf, eben mit nackter Wurzel :-) . Sodann haben wir uns an die Arbeit gemacht und ein kleines Spezialpaket für Aronia-Interessierte in unserem neuen Aronia-Pflanzen-Shop geschnürt. 3 Pflanzen im Maß 60-100cm kosten somit nur € 16,50 (Versand € 5,00 einmalig) und sind binnen 2-4 Werktagen beim Kunden. Das Schöne an diesen Aronia-Pflanzen ist: Sie erhalten erstklassige Ware aus erster Aronia-Pionier-Hand (Partner-Baumschule), zum günstigen Preis direkt ins Haus. Das die Ware auch noch gut (weiterlesen…)

Neu im Aronia-Shop: Das Buch zur Pflanze zum Sonderpreis

Mittwoch, 17. September 2008 von Jörg Holzmüller
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72 Seiten Aroniabeere: Was Sie schon immer über die "sächsische Gesundheitsbeere" wissen wollten. -Klick für Großansicht-

Wußten Sie eigentlich, daß die Aroniabeere es einem Zufall verdankt, daß die Pflanze wieder in Deutschland heimisch wurde und daß die ersten Stecklinge von den Frauen der Gärtnerischen Produktions-genossenschaft GPG Berglandobst Schirgiswalde am Zoll vorbei in die DDR geschmuggelt wurden? Das war in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Nachzulesen ist die spannende und abenteuerliche Geschichte auf den Seiten 18 und 19 in dem ersten deutschsprachigen Buch über die Aroniabeere. Es ist jetzt neu in unserem Aronia-Shop als Mängelexemplar zum Sonderpreis erhältlich. Das Buch ist neuwertig und im sehr guten Zustand. Einige Seiten können leicht vergilbt sein, da es länger Sonnenstrahlen ausgesetzt war. Außerdem befindet sich auf der ersten Innenseite einen Stempel mit der Adresse von unserem Verein “Freunde und Förderer der Aroniabeere e.V.”.  Ein ausführliches Inhaltverzeichnis finden Sie auf der nächsten Seite.

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Ab sofort können bei uns Aronia-Pflanzen online bestellt werden!

Montag, 08. September 2008 von Jörg Holzmüller
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Reife Aroniabeeren der Sorte Nero am Elberadweg bei Coswig.

Seit heute können in unserem Shop offiziell Aronia-Pflanzen bestellt werden. Naja, so ein richtiges Geheimnis lüfte ich damit nicht. Denn schon seit Donnerstag trudelten die ersten Bestellungen von Aronia-Pflanzen bei uns ein, und auch telefonisch (0351-2186083) wurden die ersten Sträucher gekauft.

Das freut uns gleich mehrfach. Erstens: endlich können wir die vielen Anfragen nach Aroniapflanzen zufriedenstellend beantworten. Zweitens: wir haben eine Baumschule als Partner gefunden, die sozusagen der “Pionier” in Sachen Aroniabeere in Deutschland ist. Diese lange Erfahrung macht sich in der besonderen Qualität der Aronia-Pflanzen bemerkbar. Außerdem verschickt unser Partner seit Jahren Pflanzen, und weiß somit, wie diese gut und unversehrt bei den Kunden ankommen. Das war uns bei der Wahl der Baumschule besonders wichtig. Drittens: Auch wir haben von Ihrem Kauf von Aroniapflanzen etwas: für jede Bestellung hier über unseren Online-Shop erhalten wir eine Provision. Das hilft, unsere zahlreichen Aktivitäten rund um die Aroniabeere mitzufinanzieren und den Bekanntheitsgrad zu steigern. Danke schon mal im Voraus für Ihre Bestellung! :-) (weiterlesen…)

… und Labrador Shiva bewacht die Aroniapflanzen

Freitag, 25. April 2008 von Jörg Holzmüller

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Während Tobias die für das Aronia-Blütenfest organisierten Aroniapflanzen topft, bewacht Labrador Shiva die Pflanzen und läßt keinen Menschen an die begehrten Aroniabeeren :-) (nein, ist ein Scherz. Shiva ist alles andere als ein Wachhund, sehr lieb und mit dem kleinsten Leckerlie sofort zu bestechen). Termin für das Blütenfest für die ganze Familie ist Sonntag, 4. Mai von 12 bis 18 Uhr am Elberadweg bei Coswig.

Hallo und Willkommen

Die Arbeitsgemeinschaft Aroniabeere hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Erhalt der Aronia-Pflanze in Deutschland und speziell in Sachsen zu fördern und den Bekanntheitsgrad dieser gesunden Beere zu steigern. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen dieses Weblogs - und laden Sie ein mit uns zu diskutieren!

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