Das noch heute wohlschmeckende Beeren an den Sträuchern in manchen Gärten hängen, liegt wohl eher an der kräftigen und mit Antioxidantien durchsetzten Schale und dem allgemein sehr robusten Daherkommen der Aronia. Temperaturen von -30°C, Eisregen und Schnee machen der Aronia gar nichts aus, solange diese in der Erde eingepflanzt sind. Aber auch das Einpflanzen von wurzelnackten Sträuchern (Sträucher mit nackter Wurzel, also ohne Erde und Topf) ist problemlos bis in den Dezember und bei milderen Temperaturen (nicht unter -10°C) auch im Januar und Februar möglich, ausgenommen bei Bodenfrost, welcher jedoch erst nach mehreren Tagen unter -5°C entsteht.
Immer öfter kommt deshalb in den letzten Tagen die Frage (weiterlesen…)
Rund 3,5 Kilometer elbeabwärts von der Aroniaplantage in Coswig-Kötitz befindet sich die zweite große Aroniabeeren-Anlage der Obstbaugemeinschaft Coswig. Mein Eindruck ist, daß die Entwicklung der Blüte (Foto oben) auf dieser Plantage ein wenig der Aroniabeeren in Kötitz (Bild unten) hinterher ist.
… und nicht das Aroniablütenfest geworden, hätten wir den Termin nicht um eine Woche verschoben. Alles, was am Sonntag in der Aroniaplantage am Elberadweg bei Coswig-Kötitz blüht, ist der Löwenzahn. Und so hätten wir am 27. April bestenfalls eine Löwenzahnblütenfest feiern können!
Heute morgen erhielt ich von einer jungen Frau dieses Foto. Es zeigt eine Aronia melanocarpa der Sorte Nero, die ungewöhnlich weit in ihrem Wachstum ist. Deutlich kann man schon die Entwicklung des Blattes erkennen. Das Foto wurde in ihrem Garten in Dresden aufgenommen. Neben der Aroniabeere der Sorte Nero wächst bei der jungen Frau auch eine Aronia Wiking, die noch weiter entwickelt ist. Auch die Aroniabeeren-Pflanzen im Garten meiner Mutter in Kassel, rund 350 Kilometer westlicher, sind außergewöhnlich weit in ihrem Wachstum (siehe Bild unten).
Nach Meinung von Aronia-Anbauern kann es zu einer sehr frühen Blüte der Aroniabeere in diesem Frühjahr kommen. Bleibt das Wetter weiterhin so mild, könnte schon Mitte April die Aronia wird in voller Blüte stehen. Das wäre dann gut drei bis vier Wochen früher als sonst üblich. Bereits im vergangenen Jahr war die Blüte der sächsischen Gesundheitsbeere, wie die Aronia aufgrund ihrer außergewöhnlichen Heil- und Schutzwirkungen für den Menschen (antioxidativer Zellschutz, freier Radikalenfänger, reduziert Blutfettwerte, antibakteriell, entzündungshemmend und vieles mehr) auch genannt wird, gut zwei Wochen früher im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt. Auch die Ernte wurde entsprechend 14 Tage eher begonnen.
Im vergangenen Jahr führte die frühe Blüte zu erheblichen Frostschäden an den schwarzen Apfelbeeren, wie die Aronia mancherorts auch genannt wird. Im Elbetal bei Coswig z. B. kam es noch Mitte Mai zu Nachtfrösten bis -5 Grad, so daß viele der jungen Beeren erfroren. Diese Gefahr vergrößert sich nochmals, wenn der Blütezeitpunkt erneut um rund zwei Wochen früher liegen sollte. Bereits im vergangenen Jahr führten die Frostschäden zu einer erheblich reduzierten Ernte mit entsprechend kräftig gestiegenen Preisen für die Aroniabeere.