Das Aronia Gesundheits-Lexikon

Gesund leben

Der Lebensstil und die Ernährung haben einen großen Einfluß auf den menschlichen Körper. Viele Erkrankungen lassen sich durch eine gesunde Lebensweise verhindern oder schwächen den Krankheitsverlauf ab.
Eine mediterrane Ernährung beispielsweise, die reich an Obst und Gemüse – und damit auch an sekundären Pflanzenstoffen – ist, kann beispielsweise zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.

Allergie

Der Körper reagiert überempfindlich gegen einen Stoff (Allergen). Diese Überreaktion hat oft Ursache in einem irritierten Immunsystem, bedingt durch einen kranken Darm. Die Reaktion des Körpers zeigt sich durch Symptome wie juckende, tränende Augen, Niesreiz, Schnupfen, Kopfschmerzen, Husten, Atemnot, Hautausschläge, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, Unruhe, Abgeschlagenheit.

Anthocyane und OPC hemmen die Bildung von Botenstoffen (Leukotriene), die allergische oder entzündliche Reaktion hervorrufen. Die größte Wirkung wird hier beim Essen getrockneter Beeren oder Trinken von Saft erzielt.

Blutbildungsstörungen

Die roten dunklen Säfte haben einen positiven Einfluss auf die Blutbildung. Je dunkler der Saft, desto besser ist die Wirkung. Aroniasaft ist sehr eisenreich und entlastet als Antioxidans das Immunsystem bzw. revitaminisiert Vitamine (z.B. Vitamin C). Er wirkt stoffwechselanregend und verbessert die Aufnahmefähigkeit von Vitaminen aus anderen Lebensmitteln.

Meist sind Nährstoffmangel, chronische Nierenschwäche oder zerstörte bzw. entartete Stammzellen im Knochenmark die Ursache für Blutbildungsstörungen. Symptome für einen Mangel roter Blutkörperchen sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Ein Mangel weißer Blutkörperchen zeigt sich durch die Häufung und lange Dauer von Infekten. Sind zu wenig Blutplättchen im Blut enthalten, führt es zu Blutgerinnungsstörungen, die sich in häufigen Zahnfleisch- oder Nasenbluten oder kleine Hauteinblutungen darstellen.

Aroniasaft oder getrocknete Beeren haben einen positiven Einfluß auf das Blutbild.

Bluthochdruck

Anthocyane haben bei erhöhtem Blutdruck, Schwindel, Nasenbluten, Abgeschlagenheit, Schlaflosigkeiteine regulierende Wirkung. Die Ursache liegt oft in einer Störungen des Hormonsystems, des Herz-Kreislaufsystems, Nierenschäden, Vererbung, ungesunder Lebensweise sowie salzreiche Ernährung. Hier kann Aronia ausgleichend wirken und helfen.

Bronchitis

Umweltverschmutzungen, Viren, Bakterien oder Reizstoffe und Pilze können zur Entzündung der Luftröhre und Bronchen führen. Oft wird eine Bronchitis durch Symptome wie schmerzhafter Husten, Schmerzen hinter dem Brustbein, Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und verstärkten Atemgeräuschen begleitet.

Anthocyane wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Außerdem erschweren sie die Ansiedlung von Keimen und Erregern.

Cholesterin

Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte liegen häufig in einer falschen, fettreichen Ernährung mit viel tierischem Fett und Bewegungsmangel, was oft zu Übergewicht führt. Rauchen und Medikamente, aber auch genetische Ursachen können erhöhte Cholesterinwerte ebenfalls hervorrufen.

Anthocyane haben allgemein cholesterinregulierende Eigenschaften und bewirken einen Abbau von Cholesterinablagerungen in Gefäßinnenwänden. Sie werden oft als „Venenputzer“ bezeichnet. Auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sinkt durch Einsatz von Anthocyanen.

Diabetes

Anthocyane wirken blutzuckerregulierend und können langfristig den Blutzucker stabilisieren.

Bei Diabetes wird zwischen Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Diabetes Typ 1 wird durch Vererbung ausgelöst (Zerstörung oder Fehlen der Betazellen führt zu absolutem Insulinmangel). Dabei treten als Symptome Gewichtsabnahme, Durchfall, Durstgefühl, häufiges Wasserlassen, Erbrechen, Wadenkrämpfe, Müdigkeit, Sehstörungen oder Kopfschmerzen auf.

Durch Übergewicht, falsche Ernährung, Bewegungsmangel oder erbliche Vorbelastung (Insulinresistenz oder relativer Insulinmangel) kann Diabetes Typ 2 hervorgerufen werden. Die Krankheit zeigt sich durch Müdigkeit, Schwäche, Sehstörungen und Infekt-Neigung (z. B. häufige Blasenentzündung).

Für beide Typen kann Aronia als zuckerarmes Lebensmittel in Form der getrockneten Beeren oder Saft genommen werden.

Durchblutungsstörungen

Diese Störungen werden durch Verengung oder Verschluss der Gefäße durch Arterienverkalkung, -verschluss, -entzündung hervorgerufen. Begünstigt werden Durchblutungsstörungen durch Rauchen, Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Übergewicht, aber auch durch Diabetes, hohe Blutfettwerte und Bluthochdruck. Meist werden Durchblutungsstörungen durch Blässe, Kälte und Schmerzen der Gliedmaßen, beeinträchtigte Funktion, Pulsverlust bis hin zu absterbenden Gewebe indiziert.

Anthocyane haben eine blutverflüssigende und blutregulierende Wirkung. Gefäßinnenwände werden von Cholesterinablagerungen befreit. Eine Cholesterinnormalisierung und Entzündungshemmung wird erreicht.

Durchfall

Oft liegen die Ursagen für Durchfall in einer Magen-Darm-Grippe, einer Vergiftung, einer Lebensmittelunverträglichkeit oder in der Einnahme von Medikamenten. Psychische Faktoren können außerdem Durchfallbeschwerden auslösen. Bei zu geringer Ballaststoffaufnahme in Verbindung mit zu hoher Flüssigkeitszufuhr kann es ebenfalls zu Durchfall kommen.

Die Ballaststoffe in der getrockneten Beere oder dem Trester sind quellfähig. Sie können Wasser binden. Deshalb sind sie auch sehr wirkungsvoll bei Durchfall. Geeignet sind besonders die getrockneten Aroniabeeren oder die Einnahme von Aronia Tresterpulver mit ein wenig Wasser.

Zu beachten ist dabei, dass bei zu wenig Wassereinnahme Aronia verstopfend wirkt und bei übermäßigem Verzehr abführend. Die Pflanzenfarbstoffe und Bitterstoffe wirken regulierend auf die Verdauung.

Entzündungen

Anthocyane wirken entzündungshemmend und antibakteriell. Sie können bei Entzündungen, die sich in einer Schwellung oder Überhitzung der betroffenen Stelle sowie durch Rötung und Schmerzen der Region aber auch in Fieber, Funktionseinschränkung, Lymphknotenschwellung und eventuell Eiterbildung zeigen können, helfen.

Entzündungen sind oft eine Immunantwort auf schädigende Reize wie Druck und Reibung, Verletzung oder Fremdkörper, Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten, Toxine, Strahlung, Wärme oder Kälte, Allergene oder entgleiste Enzyme.

Erkältung

Erkältungen werden durch Viren hervorgerufen. Die Infektionskrankheit hat einen deutlich leichteren Verlauf als die Grippe. Anthocyane revitaminisieren aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaft Vitamine. Sie fördern den Aufbau des Immunsystems. Die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung erschwert die Ansiedlung von Keimen und Erregern sowie die Förderung der Entgiftungsprozesse über Leber und Niere.

Bei Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, leichtem Fieber, Abgeschlagenheit, Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen können Aronia Produkte in Form von getrockneten Beeren oder Saft genutzt werden.

Grippe (Influenza)

Die Grippe, eine durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit mit Schwächegefühl, hohem Fieber, Schüttelfrost, trockenem Husten, Kopf- und Gliederschmerzen und angeschwollener Nasenschleimhaut kann durch die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung der Anthocyane in ihrem Verlauf positiv beeinflusst werden.

Anthocyane erschweren die Ansiedlung von Viren im Körper und fördern eine Revitaminisierung von Vitaminen und damit eine Stärkung des Immunsystems.

Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt kann lebensgefährlich sein. Er zeigt sich durch starke Schmerzen, Brennen, Engegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Luftnot und Angstschweiß bei fahler Haut.

Bei einem Herzinfarkt sterben Herzmuskelzellen durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes ab. Die Ursachen sind meistens Arterienverkalkung (Arteriosklerose), Gefäßentzündung (Vaskulitis) oder auch Blutgerinnsel (Embolie). Begünstigt wird ein Herzinfarkt durch Übergewicht, Bewegungsarmut, Rauchen und Stress. Aber auch Diabetes, ein hoher Cholesterinspiegel oder erbliche Vorbelastung können Auslöser sein.

Anthocyane haben hier eine vorbeugende Wirkung. Sie bauen Cholesterinablagerungen in Gefäßwänden ab und wirken venenerweiternd sowie entzündungshemmend. Die positive Blutregulierung bewirkt eine Entspannung des Herz-Kreislauf-Systems.

Kopfschmerz und Migräne

Kopfschmerzen treten als Folge von Erkrankungen (Grippe, Bluthochdruck, Krebs), Muskelverspannungen, Stress, Schlafmangel, Flüssigkeitsmangel, Hormonschwankungen, Medikamenten, Regulationsstörungen im Gehirn und durch verschiedene Nahrungsmittel auf. Sie können durch Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen begleitet werden.

Die gefäßerweiternden Eigenschaften der Anthocyane können intensive Kopfschmerzen mildern. Vergleichbar ist auch der Einsatz von Blaubeerenextrakt zur Migränebehandlung.

Krebserkrankungen

Ursache von Krebserkrankungen ist eine bösartige Mutation von Zellen, die z.B. durch Freie Radikale, Toxine oder Strahlung verursacht oder vererbt wird.

Die positive Wirkweise von Antioxidantien bei Krebserkrankungen zeigt sich im Binden der freien Radikalen. Eine Chemo- und Strahlentherapie schwächt das  Immunsystem. Die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung der Anthocyane bringt eine Entlastung des Körpers mit sich und wirkt positiv. Vitamine können durch Antioxidantien besser aufgenommen werden.

Lebererkrankungen

Die Leber ist das zentrale Organ des gesamten Stoffwechsels. Sie ist als Hauptentgiftungsorgan für die Produktion von Abwehrstoffen zuständig und wandelt die Nährstoffe um. Außerdem speichert sie Vitamine. Diese Vitalstoffe bilden die Synthese von Ausgangsprodukten für die Hormonproduktion.

Eine Lebererkrankung kann Ursache in einer Infektion mit Hepatitis-Viren haben. Toxine durch Alkohol und Medikamente, Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und auch genetische Störungen können Lebererkrankungen beeinflussen.

Die Krankheit zeigt sich in Müdigkeit, Erbrechen, veränderten Stuhl und Urin, Gelbfärbung von Haut und Augen, Blähbauch, Muskel- und Gelenkschmerzen, Nasenbluten, innere Blutungen, Nierenversagen oder durch die Störung der Hirnfunktion.

In Aroniabeeren sind viele Bitterstoffe enthalten, die die Leber- und Gallenfunktion anregen. Auch Verdauungs- und Entgiftungsvorgänge werden positiv beeinflusst.

Nierenerkrankungen

Auch für Nierenerkrankungen können Anthocyane eingesetzt werden. Sie regen Entgiftungsprozesse im Körper an und wirken entzündungshemmend. Sie werden vorbeugend eingesetzt und fördern schnelleres Abklingen von Nieren- und Blasenentzündungen.

Ursache für die Krankheit können Durchblutungsstörungen der Nieren, lange andauernde, wiederholte Nierenentzündungen, verengte Harnwege, Langzeitfolgen von Diabetes und Bluthochdruck, Krebserkrankungen aber auch angeborene Fehlbildungen und Schadstoffe (z.B. Schmerzmittel oder Umweltgifte) sein.
Erhöhte Kreatin-Werte, vermehrtes Wasserlassen, Leistungsabfall, gelbe Haut, Juckreiz, Kopfschmerz, Übelkeit, Durchfall, Geschmacksstörungen, Müdigkeit, Atembeschwerden, Herzrhythmusstörungen sind die Symptome einer Nierenerkrankung.

Schlaganfall

Durch eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des Gehirns erhalten die grauen Zellen in einem bestimmten Gehirnbereich nicht mehr ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe. Sie drohen daher abzusterben. Je nachdem wie stark und wie lange die Durchblutung beeinträchtigt ist, kann das betroffene Gehirnareal seine Aufgabe entweder vorläufig oder dauerhaft nicht mehr erfüllen. Die Symptome Kopfschmerzen, Lähmungen in einer Körperhälfte, Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Sehstörungen, Schwindel begleiten oft den Schlaganfall. Ursache kann das Absterben von Hirnzellen durch Blutgerinnsel (Embolien) oder Arterienverkalkung (Arteriosklerose) sein.

Anthocyane können einem Schlaganfall vorbeugen. Sie wirken blutdruckregulierend, blutverflüssigend und gefäßerweiternd, senken den Blutzuckerspiegel und ermöglichen den Abbau von Cholesterinablagerungen.

Störungen des Immunsystems

Antioxidantien können Vitamine revitaminisieren und so Immunsystem stärken. Störungen des Immunsystems können durch angeborene Immundefekte, AIDS, Medikamente, Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Mangelernährung, Drogenmissbrauch, Umweltgifte, Stress oder Strahlung hervorgerufen werden.

Diese Störungen können sich durch folgende Symptome äußern: häufige, langanhaltende, chronische Krankheiten, Arthrose, Muskelverspannungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Krebserkrankungen, Hormonstörungen, Allergien oder Asthma bronchiale.

Vergiftungen

Vergiftungen werden oft durch die Aufnahme von Toxinen, Gefahrenstoffen, Medikamenten oder psychotropen Stoffen wie Alkohol, Nikotin, usw. ausgelöst. Es kann dabei zu Bauschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerz und Schwindel, Krämpfe, Bewusstseinseinschränkungen, Bewusstlosigkeit, Atem- und Herzkreislaufstillstand kommen.

Die in der Aroniabeere enthaltenen Bitterstoffe regen die Funktion von Leber und Nieren an und Verbessern die Entgiftung.