Aronia-Glossar

Hier finden Sie das Aronia-Glossar. Wir haben für Sie die wichtigsten Begriffe rund um die Aroniabeere und ihre Inhaltsstoffe zusammengefasst.

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A

Anthocyane

Anthocyane gehören wie OPC zur Gruppe der Pflanzenfarbstoffe (Flavonoide). Der Begriff setzt sich aus dem grichischen Anthos (= Blüte) und kyanos (= blau) zusammen. Sie sind u.a. für die dunkle violette Färbung der Aroniabeeren verantwortlich.

Anthocyane sind natürliche Antioxidantien. Sie können freie Radikale binden und neutralisieren.

Antioxidantien

Antioxidantien können freie Radikale neutralisieren, in dem sie "freiwillig" ein Elektron abgeben ohne dabei Körperzellen in Funktion und Struktur zu schaden. Im Körper sollte ein Gleichgewicht zwischen Freien Radikalen und Antioxidantien bestehen.

Antioxidantien kommen in Obst und Gemüse, als Mineral oder als Polyphenole vor. Als Vitamin sind sie beispielsweise als Vitamin C bekannt, als Mineral sind die bekanntesten Antioxidantien Zink und Selen und als Polyphenol gehören Anthocyan oder OPC zu den Antioxidantien.

Aroniatrester

Aroniatrester entsteht durch die Trocknung der Aroniaschalen (nebst anhaftendem Fruchtfleisch) und Kerne. Es wird eine anschließende Brechung bzw. Vermahlung ausgeführt, durch welche die wertvolle Inhaltsstoffe größtenteils erhalten bleiben. Damit enthält Aroniatrester den höchsten Anteil an antioxidativ wirkenden Pflanzenfarbstoffen (Anthocyanen und OPC). Das gewonnene Tresterpulver wird in verschiedenen Produktgattungen eingesetzt.

B

Bitterstoffe

Bitterstoffe fördern den gesamten Verdauungsprozess und beeinflussen auch alle anderen Körperfunktionen. Ihr bitterer Geschmack stimuliert den Magen, die Leber, die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse. Daraufhin werden lebensnotwendige Verdauungssäfte und Verdauungsenzyme produziert. Auch Gallenflüssigkeit, Magensäfte und Insulin werden produziert. Diese Substanzen sind die für die Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen im Körper wichtig. Auch die Entgiftungsfunktion der Leber wird durch Bitterstoffe wird gefördert. Dabei werden bedenkliche Substanzen ausgeschieden. Über die Aufnahme von Bitterstoffen gelangen auch basische Verbindungen in den Körper, die dazu beitragen, den Säurespiegel zu senken.

Bitterstoffe fördern die Durchblutung der Organe und verbessern deren Funktion. Die wirken damit positiv auf das Herz-Kreislauf-System und halten die Blutgefäße flexibel. Sie wirken auch blutdruckregulierend.

Blausäure

In frischen, vom Strauch gepflückten Aroniabeeren, befindet sich in den Kernen so genannte gebundene Blausäure, auch Amygtalin genannt. Diese gebundene Blausäure wird durch das Zerkauen der Kerne freigesetzt. Der Amygtalingehalt bei frischen Beeren im Durchschnitt mißt rund 200 mg pro Kilo - eine sehr geringe Menge.

Die tägliche Verzehrmenge der getrockneten Aroniabeeren sollte 1 bis 2 Esslöffel (15 g) betragen. Man müsste etliche Kilo frische Aroniabeeren essen und jeweils die Kerne zerbeißen, um einen gesundheitsgefährdeten Effekt zu erzielen.

F

Flavonoide

Flavonoide = Pflanzenfarbstoffe
Die Flavonoide sind eine Gruppe sekundärer Pflanzenfarbstoffe.  Zu ihnen gehört ein Großteil der Blütenfarbstoffe. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen.

Flavonoide sind universell in Pflanzen vorhanden, somit auch in der menschlichen Nahrung. Ihnen werden besonders antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. Etliche flavonoidhaltige Pflanzen werden medizinisch genutzt.

Freie Radikale

Freie Radikale sind einerseits Schadstoffe und Umweltgifte, andererseits aber auch ganz normale körpereigene Stoffwechselprodukte. Sie entstehen auf ganz natürliche Weise zum Beispiel durch Muskelarbeit oder beim Sport und werden ebenso natürlich wieder neutralisiert.

Normalerweise haben die Atome im Körper immer gepaarte Elektronen. Durch die Abgabe von einem oder mehreren Elektronen durch Körperarbeit oder Atmen entstehen ganz natürlich Freie Radikale. Wegen dem fehlenden Elektron oder der fehlenden Elektronen befinden sich freie Radikale im Ungleichgewicht und sind daher extrem reaktionsfreudig.

Freie Radikale benötigen ein Elektron, um wieder stabil zu sein. Sie greifen daher Körperzellen an und entreißen diesen ein Elektron. So können sie die angegriffenen Körperzellen in Struktur und Form schädigen. Die Folgen daraus sind, daß nun die angegriffenen Körperzellen selbst zu Freien Radikalen werden und nun anderen Zellen ein Elektron entreißen. Es kann so zu Funktionsstörungen und zum Entstehen von Krankheiten kommen.

Ursachen für die Entstehung von Freien Radikalen
Vermehrt führen Umwelteinflüsse zu einer erhöhten Bildung von freien Radikalen. Dazu zählen Nikotin, UV-Strahlung, Medikamente, Elektrosmog, Stress, Entzündungen sowie hoher Fleischkonsum. Auch mit der Nahrung werden vermehrte Schadstoffen aufgenommen (Pflanzenschutzmittel, Düngemittel, Zusatzstoffe…).
Veränderte Essgewohnheiten führen zu einer verminderten Aufnahme von Antioxidantien. Auf dem Durchschnittlichen Speiseplan steht weniger regionales Obst und Gemüse, dafür mehr Fleisch und Mehlprodukte, der sinkende Vitalgehalt in Obst und Gemüse durch Monokulturen, nährstoffarme, ausgelaugte Böden wird oftmals durch frühzeitige Ernte und lange Transportwege der Importware verstärkt.

G

Gelierprobe

Dazu gibt man eine kleine Menge heißen Fruchtsaft auf einen Teller. Wird der Saft nach wenigen Sekunden fest, so ist das Gelee fertig und kann dann unverzüglich in vorbereitete Gläser mit Schraubverschluss  abgefüllt werden. Fest verschlossen ist das Aronia-Apfelgelee dann etwa 1 Jahr haltbar.

Grad Brix

Grad Brix, auch °Brix, Brix, %Brix, ist eine Maßeinheit der relativen Dichte von Flüssigkeiten. Sie wird vorwiegend in der Obst-Industrie verwendet, in englischsprachigen Ländern auch für das Bestimmen des Mostgewichtes zur Weinherstellung – also für Fruchtsäfte, Getränke und allgemein Zuckerhaltiges.

Da diese mengenmäßig neben Wasser hauptsächlich verschiedene Zucker enthalten (vor allem Glucose, Fructose, Saccharose), wird mit der Dichte auch ungefähr der Zuckergehalt angegeben.

M

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind chemische Verbindungen. Sie kommen in allen Organen, Geweben und Körperflüssigkeiten vor. Dem Körper muss eine ausreichende Menge an Mineralstoffen zugeführt werden, um eine optimale Versorgung  zu gewährleisten. Minerale werden im Mengenelemente (Natrium, Magnesium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Schwefel, Chlor) und Spurenelemente eingeteilt (Eisen, Jod, Fluor, Zink, Mangan, Selen, Silizium, Kupfer, Molybdän, Chrom, Nickel, Kobalt, Vanadium). Der tägliche Bedarf an Mengenelementen ist wesentlich höher, als an Spurenelementen.

O

OPC

OPC steht für oligomere Procyanidine. Das ist eine Gruppe farbloser Bitterstoffe, die auch in der Aroniabeere enthalten sind.

OPC gelten als wirksamste Antioxidantien, denn sie sind bis zu 10-mal aktiver als andere Polyphenole.

ORAC-Wert

ORAC = Oxygen Radical Absorbance Capacity, gibt die antioxidative Kapazität von Lebensmitteln an. ORAC-Werte können im Labor bestimmt werden. Höchste ORAC-Werte haben Kakaobohnen, gefolgt von Aroniabeeren.

Oxidativer Stress

Unter oxidativen Stress durch freie Radikale versteht man ständige Angriffe im Organismus, die eine minimale aber ständige Zerstörung im Körper mit verursachen. Degenerative Alterserkrankungen wie Diabetes II, Alzheimer-Demenz, Rheuma, Arthrose und Arteriosklerose werden oft durch oxidativen Stress ausgelöst.

Oxidativer Stress kann im Körper auch zu Mutationen führen und damit Krebs auslösen.

P

Pektine

Pektine sind pflanzliche Polysaccharide. Sie gelten für den Menschen als Ballaststoffe. Pektine sind besonders magen- und darmwirksam. Sie sind verantwortlich für das Geliervermögen z.B. beim Herstellen von Konfitüre.

Polymere Procyanide

Polymere Procyanide = OPC

R

Rosengewächse

Eine Pflanze gehört zur Familie der Rosengewächse, wenn die Blüten der Pflanze fünf Kelchblätter und fünf Kronblättern, sowie zahlreichen Staubblätter, meist in der Mehrzahl von fünf, haben. Es gehören viele Obstsorten wie Kirsche, Apfel Birne zu dieser Pflanzenfamilie.

S

Sekundäre Pflanzenstoffe

Die sekundären Pflanzenstoffe dienen der Fortpflanzung und Verteidigung der Pflanze. Zu Ihnen zählen Farbstoffe, Duftstoffe, Geschmacksstoffe und Giftstoffe die Schädlinge in die Flucht schlagen oder Insekten anlocken. In der Aronia sind vor allem Anthocyane und Procyanidine aus der Gruppe der Polyphenole enthalten.

W

Wurzelnackt

Aroniapflanzen, ohne Topf geliefert. Ohne Blätter - Händler liefern wurzelnackte Pflanzen nur im Spätherbst oder Frühjahr aus.

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