Pflege der Aronia

Die anspruchslose Aronia benötigt kaum Pflege. Die Pflanze kann Trockenheit gut aushalten, da sie ein breites Wurzelgeflecht ausbildet. Auch bei wenig Regen ist sie auch den Sommer über frisch und grün.

Die winterharten Pflanzen vertragen auch längere Frostperioden mit Temperaturen unter -20 °C. Eine Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit muss nicht erfolgen.

Schnitt

Aufbauschnitt
Aufbauschnitt

Das Gehölz der Aronia muss nur selten verschnitten werden. Bei unveredelten Pflanzen sollte ein Aufbauschnitt in den ersten Standjahren durchgeführt werden. Für den Aufbauschnitt werden zu eng stehende Triebe entfernt.

Der Grundtrieb wird zu Anregung einer stärkeren Verzweigung eingekürzt.

 

 

Aronia gut verzweigt
Gut verweigte Aronia

Ein kräftiger Schnitt führt zu starkem Austrieb. Nach dem ersten Jahr sollten Sie im zeitigen Frühjahr zu eng stehende Triebe entfernen und neue Bodentriebe etwa um ein Drittel kürzen, damit sie sich gut verzweigen.

Wichtig ist der Schnitt einer jungen Pflanze, damit sie viele Zweige entwickeln und sich eine gut ausgebaute Krone entwickeln kann.

Verjüngungsschnitt-Aronia-Pflanze
Verjüngungsschnitt

In den Folgejahren ist im dreijährigen Turnus ein Auslichtungsschnitt oder Verjüngungsschnitt im Spätwinter zu empfehlen. Es werden jeweils die ältesten Haupttriebe zum Verjüngen entfernt und vereinzelt Triebe am Grund herausgenommen.

Wenn der Strauch so breit gewachsen ist, dass er im Inneren keine Blüten mehr ausprägt sollte auch verschnitten werden. Eine günstige Zeit für den Verschnitt sind milde Winter.

 

Veredeln

Aronia gepfropft
Aronia gepfropft

Der Aronia Busch lässt sich relativ unkompliziert zum Hochstamm veredeln. Bei der einfachsten Veredelungsart, der Kopulation, wird die Aronia Pflanze auf Hochstämme gepfropft.

 

 

 

Aronia-Stämmchen
Aronia-Stämmchen

Beim Okulieren, einer weiteren Form der Pflanzenveredlung, wird ein gut entwickeltes Planzenauge übertragen. Die Eberesche (Vogelbeere) eignet sich gut als Unterlage. Ein Vorteil dieser Veredlung ist, dass eine größere Fruchtausbeute zu erwarten ist. Bis ca. 17 Kilogramm Früchte pro Gehölz können geerntet werden.

Aronia wird auf Vogelbeere, "Sorbus aucuparia", in 1-2 m Höhe veredelt. Dieser Kleinbaum wird umgangssprachlich auch Schwarze Vogelbeere genannt wird.

Düngen

Die Aronia kommt in der Regel ohne Pflanzenschutzmittel aus. Die Düngung der Aronia erfolgt mit Komposterde, organischem Dünger wie Hornmehl oder Stallmist. Die Verwndung von Stallmist ist sehr vorteilhaft. Er wird über 3 Jahre zersetzt und enthält wichtige Mineralien. Auch das im Stallmist enthaltene Stroh produziert Humus.

Durch den Einsatz von Kalk wird der pH-Wert angehoben und die Bodenstruktur gefördert.

Um den Boden vor dem Austrocknen zu schützen, kann Rindenmulch verwendet werden oder eine Unterpflanzung mit Bodendeckern erfolgen. Dies beugt auch dem Wuchs von Unkraut vor.

Gießen

Die Aronia kann ohne zusätzliche Bewässerung auskommen. Sie bildet ein breites Wurzelgeflecht aus, das sich mit Feuchtigkeit versorgt. Je nach Standort lohnt sich im trockenen Hochsommer, nach Ausbildung der Früchte, ein sporadisches Gießen.

Befruchten

Blütenstand
Blütenstand

Die Aronia oder Apfelbeere trägt selbstbefruchtende Blütenstände. Trotzdem fördert die Betäubung durch Insekten, Bienen und Hummeln die Ausprägung eines reichen Fruchtstandes.

Günstig ist es, einen zweiten oder dritten Strauch in der Nähe anzupflanzen, um die Befruchtung zu fördern.

Vermehren der Aronia Pflanze

Aronia Steckling zum Vermehren der Pflanze
Aronia Steckling

Es ist möglich, eine unveredelte Aronia durch Samen zu vermehren. Gängiger ist es, Stecklinge durch Anleger zu verwenden. Die Aronia bildet ständig Ausläufer und neue Triebe aus. Die relativ dünnen Triebe hängen leicht über.

Stecklinge werden von den Trieben der Aronia geschnitten, damit diese Wurzeln schlagen und sich zu Jungpflanzen entwickeln. Schneiden Sie einen etwa 20 Zentimeter langen Neutrieb ab. Die weiche Triebspitze wird bis zum unteren Auge abgeschnitten und die verbleibenden Blätter halbiert. Diesen Steckling in den Boden stopfen und feucht halten und das war's schon (siehe Bild links). Die beste Jahreszeit für das Kultivieren von Stecklingen ist der Herbst.

Die Pflanze bildet zahlreiche Wurzelschosser aus. Diese können ausgegraben werden. Wenn deren Wurzelbasis ausreichend ist, können sie zu neuen Sträuchern gezogen werden.

Pflanzenkrankheiten

Die robuste Aronia ist wenig anfällig für Pflanzenkrankheiten. In wenigen Fällen können Schädlinge wie der Frostspanner oder die Ebereschenmotte Probleme bereiten. Auch die Birnentriebwespe kann durch ihre Eiablage in jungen Trieben gelegentlich auch die Aronia schädigen. Dabei ähneln die abgestorbenen und verdorbenen dem Feuerbrand. Man kann aber die Ursache gut durch spiralig angeordnete dunkle Punkte an der Triebspitze unterscheiden, die durch die Einstiche der Wespe hervorgerufen werden. Es ist in diesem Fall ausreichend, die Triebspitzen abzuschneiden und zu vernichten.

Die Aronia kann auch vom Feuerbrand befallen werden, da sie zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse gehört. Diese Pflanzenkrankheit wird durch ein Bakterius hervorgerufen und ist sehr gefürchtet. Sie kann große Schäden verursachen und derzeit nur sehr schwer bekämpft werden kann. Für den Menschen ist sie ungefährlich.